Stimmen Afrikas Lesung mit dem Schriftsteller Elnathan John

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Lesung mit dem nigerianischen Schriftsteller Elnathan John zu seinem Roman „An einem Dienstag geboren“ im African Drum.

John war für den Caine Prize for African Writing nominiert, schaffte es zuletzt auf die Shortlist des Nigeria Prize for Literature (NLNG) und in die Jury für den Man Booker Preis.

 

Diese Geschichte erzählt sein Buch:

Dantala, der Protagonist des Romans, lebt mit anderen Kindern und Jugendlichen auf den Straßen von Bayan Layi, einer Kleinstadt im Norden Nigerias.

Die Koranschule, auf die sein Vater ihn geschickt hat, hat er verlassen, um sich stattdessen einer Gang anzuschließen. Er stiehlt, um zu essen und raucht Gras. Nachdem er und andere Straßenkinder im Zuge eines Wahlkampfs beauftragt werden, die Zentrale der oppositionellen Partei in Brand zu stecken und dieses Unterfangen desaströs schiefgeht, muss er fliehen. In Sokoto findet er in einer Moschee Zuflucht, Essen und in Sheikh Jamal einen Imam, der durch seine charismatische Persönlichkeit schnell zu seinem Mentor wird. Mit seinem besten Freund Jibril teilt Dantala sich nicht nur ein Zimmer, sondern auch den Drang, der Komplexität der politischen und religiösen Ereignisse um ihn herum eine Sprache zu geben. Die erste Liebe, dunkle Geheimnisse und die Frage nach persönlicher Loyalität gehören zum Alltag. Es ist eine brutale Welt, in der junge Menschen Verbrechen im Namen von Ideologien verüben, die sie nicht verstehen.

Nach einem Besuch im Dorf seiner Mutter kehrt Dantala über ihren gesundheitlichen Verfall schockiert zurück und gerät mitten in einen Machtkampfs um die religiöse Vorherrschaft in der Moschee. Plötzlich muss Dantala sich entscheiden: Welche Art von Moslem, und letztendlich, welche Art von Mann möchte er sein? Ein kraftvoller Bildungsroman, der das mediale Bild eines von Boko Haram dominierten Norden Nigerias herausfordert und uns in eine vielschichte Welt mitnimmt, in der wir trotz religiösem Fundamentalismus Freundschaft, Liebe und Brüderlichkeit finden.

 

Die Lesung findet im Rahmen des Veranstaltungsreihe „Stimmen Afrikas“ des Allerweltshaus Köln e.V. statt. , die Bücher afrikanischer Schriftsteller*innen vorstellt. Durch Lesung und moderiertes Gespräch entsteht ein lebendiger Austausch zwischen Autor*innen und Besucher*innen. Seit 2009 waren bei den regelmäßig stattfindenden Literaturveranstaltungen rund 130 Gäste aus 30 Ländern Afrikas in Köln zu Gast.

 

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