Kunst am Bauzaun

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Momentan finden Baumaßen auf dem Ebertplatz statt, denn die Wasserkinetische Skulptur des Kölner Künstlers Wolfgang Göddertz soll wieder in Betrieb genommen werden. Die Brunnenskulptur wurde mit Planung des Ebertplatzes in den 1960er Jahren beauftragt, 1977 eingeweiht, ist jedoch seit mehr als 15 Jahren außer Betrieb, aus Spargründen. So beschloss es der Rat der Stadt Köln.

Die Reparaturen werden sich noch einige Wochen hinziehen. Die Wiederinbetriebnahme wird dann aber im Rahmen einer Abschlussveranstaltung des Festivals MASSER MARSCH! groß gefeiert. Bis dahin ist ein wechselndes Text- und Bildprogramm von Künstler*innen auf dem Bauzaun der Brunnenbaustelle zu sehen, ausgewählt von Stefanie Klingemann. Den Start macht JELLYSPOOR mit Aqua Viva Sculptura I-III.

Inspiriert von alten Lehrtafeln aus dem Schulunterricht der 70er und 80er Jahre, die die Lage der inneren Organe von Tieren zu Lehrzwecken zeigten, kreiert das Künstlerduo Jellyspoor – Evamaria Schaller und Andreas Gehlen – drei großformatige Banner.
Hierauf wird der Weg des Wassers durch die Körper der beiden dargestellt. Das Aussehen erinnert sehr stark an besagte Illustrationen aus vergangenen Zeiten weit vor der Ära der Digitalisierung.
Mit Anspielung auf lateinischen Beschreibungen wird die Durchdringung der menschlichen Körper mit Wasser beschrieben. Mäandernde Verdauungstraktate werden dem natürlichen Fluß im Stadtraum gegenüber gestellt und sind zugleich eine humoristische Anspielung an einen in Stillstand geratenen Kreislaufs. Sie beschreiben den Zustand des toten Wasserspiels und seine potentielle Kraft als vitales Zentrum des Ebertplatzes.

www.jellyspoor.de

 

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